Frühlingserwachen
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ein paar Jahre später...

wie viel Zeit seit ich den Blog begonnen habe vergangen ist! Ich bin keine Tagebuchschreiberin aber immer wieder mal schreibe ich einfach gerne meine Geschichte nieder. ein kleines Update: Als ich über die Weihnachtsferien zu meinem Freund in die Niederlande fuhr war ich überglücklich. Seine Eltern sind einfach klasse. So warmherzig, freundlich, einladend... ich fühlte mich sofort willkommen und wohl. Auch lernte ich nun endlich seine Schwester etwas kennen und freundete mich mit ihr an. Ich sah einiges in den Niederlanden, machte Ausflüge mit meinem Freund und genoss die gemeinsame Zeit mit ihm. Doch 2 Tage vor meiner Abreise stellte sich in einem Gespräch heraus, dass er es nicht ertragen kann, mich so lange nicht zu sehen, nicht einfach mal einem Wochenende mit mir Auszugehen. Es war das Ende unserer Beziehung und ich am Boden zerstört. Mit einem gebrochenen Herzen fuhr ich Mitte Jänner zurück nach Österreich. In den Semesterferien im Februar kam mein Ex-Freund dann zum Snowboarden trotzdem zu Besuch - ich hatte es ihm versprochen und mich schon lange ausgeheult. Es sollte eine Woche freundschaftlicher Aktivitäten werden, die wir beide genossen. Und obwohl ich mich ganz neutral gab, merkte ich doch, dass er sich mehr und mehr sprichwörtlich zu mir hingezogen fühlte und meine Nähe suchte. Bevor er wieder nach Hause fuhr versuchten wir es erneut miteinander. Nur um dann 3 Monate später unsere Beziehung endgültig zu beenden. Es war nicht so, dass wir jemals gestritten hätten. Ganz im Gegenteil. Doch irgendwie waren zwischen den Besuchen unsere Gefühle sprichwörtlich auf der Strecke geblieben. Trotzdem verbrachte ich Ende Juli mit seinen Eltern, seiner Schwester und ihm eine Woche in der Schweiz. Ein Familienurlaub zu dem sie mich Weihnachten eingeladen hatten und der einfach wunderbar war. Es gelang uns doch tatsächlich Freunde zu bleiben. Wie erleichternd das für mich war, dass zwar eine Beziehung nicht funktionierte aber eine Freundschaft umso besser. Am Ende des Semester beschloss ich auch das Studium sausen zu lassen. Es war definitiv super, weil es so viele verschiedenen und interessante Fächer gab, aber ich konnte mir einfach nicht vorstellen mein Leben lang hinter einem Computer am Schreibtisch zu sitzen. Ich machte verschiedene Tests und ging zur Studienberatung und überall kam heraus, dass ich etwas soziales machen sollte, am besten mit Kindern. Doch ich und Kinder? Eine Lehrerin wie meine Mutter? Niemals wollte ich so werden wie sie und habe deshalb den Lehrberuf immer ausgeschlossen. Doch langsam merkte ich, dass ich mir da eventuell eine Chance versperrte, ohne sie wirklich zu überdenken. Und dann hörte ich von einer Freundin, die nun Sonderschullehramt studierte. Nach eingehenden Gesprächen mit ihr und meiner Oma war meine Entscheidung gefallen. Doch der Test war erst wieder im nächsten Frühjahr... Was tun? Arbeiten! Im Sommer war ich wieder bei meinen Eltern und es war wie immer: Streitereien, Heucheleien und ich mitten drin. Zum Glück fuhr ich in diesem Sommer ein zweites Mal ins Ausland, nach Dänemark. Das war auch gut so, denn mein Psychiater meinte, ich solle doch mal langsam probieren, die Medikamente auszuspülen. Die Antidepressiva absetzen? War ich schon so weit? Oder war es doch zu früh und es würde mich wieder zurückwerfen? Ich war in dieser Zeit sehr hibbelig, fast hyperaktiv, redete 3x zu schnell und am laufenden Band. Ich wusste nicht, was auf mich zukam, doch hatte ich schon Vertrauen in mich selber gefasst. In dieser Zeit lernte ich Simon kennen, einen Engländer, der seit dem Frühling in meinem Ort als Greenkeeper arbeitete. Ein echt lieber Kerl, sympatisch mit Humor und Hirn und auch ganz fesch. Irgendwann begann ich ab und zu bei ihm zu übernachten, um nicht im selben Haus, wie meine Eltern zu sein. Doch es passierte nichts weiteres, natürlich versuchte er es mal, doch als ich ihm erklärte, dass ich keine Beziehung wollte, und schon gar nicht noch eine Fernbeziehung noch weiter weg, fanden wir eine gute Lösung. Natürlich passierte es dann doch mal, und nochmal und, naja, es war ein schöner Sommer mit ihm. Aber von Anfang an unverbindlich. Keine Verpflichtungen, nur lustige Stunden zusammen bei Gesprächen über unterschiedliche Kulturen, Sport und auch ernsteren Themen. Sein Großvater starb in dieser Zeit und einmal war er in einen schweren Autounfall involviert, bei dem er nicht wirklich schwer verletzt wurde. Doch ich merkte, dass ich eine gute Freundin für ihn wurde, denn er rief mich beide Male an und bat mich vorbei zu kommen. Für mich war er ein liebenswerter Mann, der mich in den Arm nahm, wenn ich es brauchte und mir eine Zuflucht vor meinen Eltern bot. Und er war genau das, was ich damals brauchte. Schon wieder ein Mann, als ich gar keinen wollte. Und schon wieder einer, der mir mehr gab, mich mehr unterstützte, als er es selber jemals bemerken würde. Eine weitere glückliche Fügung in meinem Leben, die mir wieder mehr Selbstvertrauen und Zuversicht vermittelte. Und dann, Anfang September verkündete meine vermaledeite Mutter bei einem Essen mit meiner Schwester, ihrem Mann und Sohn und der besten Freundin meiner Eltern, dass sie die Scheidung wolle...
8.4.14 21:55
 


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