Frühlingserwachen
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Zwischendurch

Irgendwie rückten diese Probleme danach in den Hintergrund und ich glaube, dass ich in den Jahren in der Oberstufe wirklich glücklich war.

Als ich gerade Matura hatte, bekam meine Schwester ein Kind - mit gerade mal 20!
Naja, dachten wir uns, mal schaun. 
Mein Neffe ist seitdem ein wichtiger Bestandteil meines Lebens. Obwohl ich Babies und Kleinkinder überhaupt nicht mag, liebe ich ihn. Ich glaube sogar, dass wir seelenverwandt sind. Und meine Schwester macht ihre Sache überraschender Weise wirklich gut. Auch meinen Schwager mag ich recht gern und ich bin froh, dass meine Schwester nun eine Familie gefunden hat, in der sie sich wohl fühlt.

Doch meine Probleme begannen da erst. Ich habe meine Matura nicht gleich geschafft. Fertig war ich erst ein 3/4 Jahr später, nach dem 3. Anlauf. Ich war mir nie sicher, was ich danach machen sollte, habe mit Medizin geliebäugelt und mehr aus Spaß auch den Aufnahmetest gemacht.
Ich war im guten Mittelfeld aber gereicht hat es natürlich nicht. War auch nicht so schlimm.
Als Überbrückung habe ich ein Praktikum im Krankenhaus gemacht, das mir sehr gut gefallen hat. Diese 9 Monate waren super und seitdem weiß ich auch, dass ich keine gute Ärztin geworden wäre. Denn ich nehme mir das Schicksal anderer viel zu sehr zu Herzen - letzten Endes hat mich das aber schon jetzt eingeholt.
In dieser Zeit musste ich mich dann mit meiner Zukunft auseinandersetzten und mein Vater fand eine Anzeige in der Zeitung - über die Fachhochschule in Linz. Daraufhin habe ich mich darüber informiert und fand das Studium sehr spannend und vielversprechend. Also hab ich es probiert und wurde angenommen.

Endlich mal ein Erfolg!
Doch der letzte Sommer "daheim" war schrecklich. Meine Eltern haben nur noch gestritten und bei meinem Vater wurde im Juni Burnout und Depression diagnostiziert. Er hatte zu dieser Zeit Probleme in der Arbeit, da er als Betriebsrat einem gewissen "Aufräumer", der von der Zentrale geschickt wurde ein paar mal blöd auf die Zehen getreten war. Selbiger "Aufräumer" wollte sich dann meines Vaters entledigen, indem er eine Intrige startete die unter Anderem eine Mitarbeiterin beinhaltete, die behauptete, mein Vater hätte sie gestalkt. Nett, was? Auf jeden Fall wurde er gekündigt, hat aber rechtliche Schritte eingeleitet. Ein Urteil gibt es nach fast 1,5 Jahren noch immer nicht...
Jedenfalls konnte ich den Zeitpunkt, endlich von meinen ELtern wegzukommen gar nicht mehr abwarten. Es war ein tolles Gefühl, bei meiner Oma zu wohnen. Sie kümmert sich seitdem mehr um mich, als es meine Mutter je gemacht hat. Und dafür bin ich ihr soooo dankbar.

Ich begann also mein Studium und da es kein Vollzeitstudium, sondern berufsbegleitend ist, habe ich mir auch eine Arbeit gesucht. 25 Stunden die Woche als Sekretärin. Eine winzige Firma, ein lieber aber schwieriger Chef und im Endeffekt 30 bis 35 Stunden pro Woche.
FH habe ich Mittwochs, Freitags und Samstags, gearbeitet habe ich Montags, Dienstags und Donnerstags. Zu Beginn bin ich noch fast jede Woche am Samstag-Nachmittag zu meinen Eltern gefahren und am Sonntag-Abend wieder zurück nach Linz.
Doch das war nicht so toll, ich merkte es immer, wenn meine Eltern die Woche über Streit gehabt hatten und ich ertrug es einfach nicht, mich so abzuhetzen, um dann einen Tag lang dicke Luft zu ertragen.

Aber ich machte meinem Vater zuliebe weiter, weil er sich immer so sehr freute, wenn ich dann doch endlich kam.

14.10.11 13:29
 
Letzte Einträge: ein paar Jahre später...


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