Frühlingserwachen
  Startseite
    Tagebuch
    Meine Geschichte
  Über...
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
  Abonnieren


http://myblog.de/nenemaus

Gratis bloggen bei
myblog.de





Der Beginn

Hier möchte ich erzählen, was ich die letzten Monate erlebt habe.

Ich hoffe, ihr versteht, wie wichtig mir das ist.

 

Wo soll ich nur beginnen?

Bei meiner super-glücklichen Kindheit, meinen vielen besten Freunden, unserer harmonischen Familie oder kurz gesagt: bei dem Leben, das ich so nie hatte.

Um zu relativieren: ja, ich glaube, meine Kindheit war größtenteils glücklich. Nur hat dieser böse Zeitpunkt, wo man beginnt sich selber Gedanken zu machen und nicht mehr alles einfach hinnimmt alles verändert.

Ich glaube, das begann, als ich so in etwa 13 war.

Zu dieser Zeit machte meine Mutter gerade eine Weiterbildung, um, wie sie es sagte "mehr Geld für die Familie zu haben". Warum sie es tatsächlich machte, kann ich nur vermuten: um ihr Selbstwertgefühl aufzupeppen, "etwas darzustellen",allen zu beweisen, wie toll sie solche schwierigen Aufgaben lösen kann.
Nun ja, es war in gewisser Weise der Anfang vom Ende für mich. Bis dahin hatte ich immer eine gute Beziehung zu meiner Mutter, war das "Mama-Kind" und fühlte mich ganz wohl in dieser Rolle. Aber ab da war sie viel unterwegs, da sie berufsbegleitend studierte und ihr Ehrgeiz sie dazu trieb, stundenlang am Abend noch alle Beispiele zu rechnen, bis sie den richtigen Lösungsweg hatte. Nur um damit am nächsten Wochenende bei den Professoren anzugeben. Sie war Klassensprecherin und mit ein paar ihrer Lehrer richtig gut befreundet. Und am Ende bekam sie ihr Diplom mit einem Notenschnitt von 1,2.
Eine tolle Leistung, oder? Sicher, aber die Schattenseiten waren, dass sie ihre Familie komplett vernachlässigte. Nun musste mein Vater die Rolle von beiden Elternetielen übernehmen, für meine Schwester und mich da sein, kochen, putzen, uns zu Musikschule/Sport/Freunden fahren, natürlich arbeiten und auch meiner Mutter beim Lernen helfen.
Ich glaube, das war zu viel für ihn. Ich weiß von mindestens 1x in dieser Zeit, dass er Burnout hatte, vermute jedoch, dass er es nie wirklich loswurde.
Für mich war diese Zeit schwer, aber ich habe es mir nicht anmerken lassen. Ich wollte das brave Kind sein, dass keine Schwierigkeiten macht und alles alleine kann. Klar war es super, dass ich sehr früh selbstständig wurde aber der Preis dafür war, dass ich meine Gefühle weggesperrt habe.
Irgendwie war ich immer anders, als all die anderen Kinder, habe nie wirklich dazugepasst, aber war doch auch so angepasst, dass es nicht wirklich auffiel. Zu jener Zeit aber begann das Mobbing in der Schule. Es waren echt 3 harte Jahre und ich weiß nicht, wie ich das überstanden habe. Die Mädchen in meiner Klasse haben mich ausgegrenzt und zum Spottobjekt für alle gemacht. Auch meine Noten waren in gewissen Fächern alles andere als gut, doch auch das habe ich alleine geregelt.
In der Oberstufe wurde es dann besser und ich habe langsam mein "graue-Maus-Immage" abgelegt. Aber trotzdem hat sich etwas in mir verändert.
Seitdem habe ich einfach Probleme, Hilfe von anderen anzunehmen. Ich glaube immer alles alleine schaffen zu müssen, will keine Last für andere sein und bin gleichzeitig sehr hilfsbereit.

Dass meine Familie kaputt ist, muss ich wohl nicht extra erwähnen.

14.10.11 13:09
 
Letzte Einträge: ein paar Jahre später...


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung